Changemanangement für Anfänger

Changemanagement für Anfänger / Nicht-Wirtschaftler

 

Überall sind Veränderungen allgegenwärtig. Unsicher machen sie dann, wenn dem Betroffenen nicht klar ist, wie damit umgehen und / oder was nach den Veränderungen kommen kann.

Vorweg: Es gibt sehr unterschiedliche Menschen. Nicht jeder kann gut mit Veränderungen umgehen, andere hingegen sehnen sich nach Veränderung, da es ihnen sonst zu schnell langweilig wird. So hat auch jeder einzelne seine eigene Taktung, wie lange er braucht, um die Veränderung zu akzeptieren und anzugehen.

 

Was ist Changemanagement überhaupt?

Es wird sehr gerne von Unternehmensberatern oder in Stellengesuchen genutzt und hat auch mich anfänglich sehr beeindruckt und auch eingeschüchtert.

Changemanagement ist übersetzt „das Managen der Veränderungen“. So gibt es in jedem Unternehmen „Changemanagement“, weil eine neue Software eingesetzt wird oder auch Änderungen in der Betriebsvereinbarung. Changemanagement ist aber auch, wenn andere Unternehmen gekauft & integriert werden oder Teile der bestehenden Organisation bspw. aus- oder umgelagert wird. Wenn neue Visionen vereinbart werden, wenn es neue Strategien gibt usw.

Meine größte und intensivste Changeerfahrung war die Fusion zweier IT-Häuser. Ein große Versicherung kaufte eine Bank. Hier war ich im operativen Controlling zuständig für den Changeprozess des operativen Controllings mit Planung Budgetierung Berichtswesen usw.

Dieser Changeprozess ging über Jahre. Es gibt auch kleinere Veränderungen, die viel schneller umgesetzt werden.

Das wichtigste ist, sich nicht einschüchtern lassen! Und zuzulassen, dass das Neue auch wahnsinnig spannend sein kann!

 

Also, wie fange ich an, wenn Veränderungen ins Haus stehen? Es gibt verschiedenste Veränderungen und Herangehensweisen.

 

Bei Veränderungen mit unklarem Ziel….

Was verunsichert mehr, wenn der Vorgesetzte sagt, wir wollen besser werden, machen Sie mal. Oder das Ziel diffus formuliert ist. Das kommt leider nicht selten vor….

  • Das wichtigste ist, zu akzeptieren, dass Veränderungen anstehen.
  • Zu überlegen: Was ist besser?….das geht nach meiner Erfahrung nur, wenn man den eigentlichen Prozess detailgenau kennt.
  •  ISTANALYSE
    • Die Istanalyse ist eine detailgetreue Prozessanalyse. Hier gibt es verschieden Methoden (viele Methoden sind gleich, haben nur unterschiedlichste Namen).

Und natürlich immer im Austausch bleiben – in allen Richtungen, um zu neuen Erkenntnissen zu kommen, neue Ausrichtungen zu erfahren, aber auch um alle Betroffenen mitzunehmen und am Prozess teilhaben zu lassen.

Für jede Veränderung – für einen Selbst wie auch für das Unternehmen – ist es wichtig zu wissen, was ist der Vorteil am IST…also was ist der jetzige Sinn, warum all die Jahre so gearbeitet wurde wie gearbeitet wird.

Warum?

Für die Argumentation der Veränderung. Für den Arbeitnehmer ist der Sinn enorm wichtig. Sobald er die Sinnhaftigkeit der notwendigen Veränderung erkennt (vielleicht aus Wachstumsgründen oder um markfähig zu bleiben, oder um Kosten zu sparen, oder..), dann wird auch klarer wie die Veränderung, das Ziel aussehen soll.

Die Analyse des Ists hilft dem Soll auf die Spur zu kommen. Wenn der Sinn der Veränderung klarer geworden ist, kann das Ziel klarer definiert werden.

Auch während des Sollprozesses kann es wieder zu neuen Erkenntnissen kommen, die ein abgewandeltes neues Ziel vielleicht erforderlich machen.

Für den Veränderungsprozess gibt es kein Template. Werden Sie sich klar darüber, wie Ihr jetziger Prozess abläuft. Versuchen Sie nachzuvollziehen, welche Veränderungen das Unternehmen will. Kommunizieren Sie ihr Verständnis der Veränderungen. Holen Sie sich Informationen. Versuchen Sie im Team gemeinsam einen sinnhaften Sollzustand zu definieren. Klären Sie Ihr Ergebnis mit Ihrem Vorgesetzten oder dem Changebeauftragten ab.

 

Und dann läuft´s. Viel Spaß bei den spannenden neuen Aufgaben!!!

 

 

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